Digitalisierung
Demokratie digital: Elektronisch wählen und abstimmen wird beliebter
Vier Kantone nutzen bereits das E-Voting-System der Post für sichere digitale Abstimmungen. Ab 2026 kommt Luzern dazu, weitere Kantone werden folgen. Die Zustimmung in der Bevölkerung zeigt: E-Voting ist ein wichtiger Baustein für die Demokratie von morgen.
Seit dem Start des Versuchsbetriebs mit dem E-Voting-System der Post haben vier Kantone – Basel-Stadt, St. Gallen, Graubünden und Thurgau – rund ein Dutzend digitale Urnengänge erfolgreich durchgeführt, darunter die nationalen Wahlen 2023. Die bisherigen Erfahrungen bestätigen: Das System ist sicher, stabil und benutzerfreundlich.
Entsprechend wächst die Nachfrage. Der Kanton Luzern führt E-Voting ab 2026 ein, weitere Kantone werden folgen. Auch die Bevölkerung steht hinter der digitalen Stimmabgabe. Eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsnetzwerks YouGov zeigt, dass sich 78 Prozent der Bevölkerung E-Voting als sinnvolle Ergänzung zur Abstimmung an der Urne oder per Briefpost wünschen. Besonders geschätzt werden der bessere Zugang für Auslandschweizerinnen und -schweizer, die einfache Nutzung und das Potenzial für eine höhere Stimmbeteiligung. Rund zwei Drittel der Befragten vertrauen dabei explizit der Lösung der Post.
Sicherheit schafft Vertrauen
Sicherheit ist die zentrale Voraussetzung für digitale Demokratie und hat für die Post deshalb höchste Priorität. Deshalb setzt sie auf maximale Transparenz. Seit 2021 lässt sie das E-Voting-System weltweit und öffentlich prüfen, zuletzt 2025. Der gesetzlich vorgeschriebene Intrusionstest von ethischen Hackerinnen und Hackern aus 54 Ländern bestätigte erneut die hohen Sicherheitsstandards. Die digitale Urne hielt erfolgreich 8800 Angriffen stand.
Mehr Teilhabe durch digitale Zugänge
E-Voting erweitert den Zugang zur politischen Mitwirkung. Heute steht das Angebot Auslandschweizerinnen und -schweizern aus vier Kantonen zur Verfügung. Zwei Drittel nutzen es, weil die postalische Zustellung je nach Wohnort im Ausland oft zu lange dauert. Basel-Stadt bietet den Service zusätzlich Menschen mit Behinderungen an. Insbesondere Menschen mit Sehbeeinträchtigungen profitieren, weil sie ihr Stimmrecht selbstbestimmt und geheim ausüben können. In den Kantonen St. Gallen und Graubünden können auch inländische Stimmberechtigte in ausgewählten Gemeinden elektronisch abstimmen. Die Zahl der Gemeinden wächst. Basel-Stadt und Thurgau planen sogar, ab 2026 E-Voting allen ihren Einwohnerinnen und Einwohnern anzubieten. Ein starker Vertrauensbeweis in das System der Post.
Die Post steht hinter E-Voting. Sie gewährleistet den sicheren Betrieb und entwickelt das System technisch und organisatorisch kontinuierlich weiter. Das passiert in enger Zusammenarbeit mit Bund und Kantonen. Denn digitale Demokratie braucht verlässliche Partner – und höchste Sicherheit.
Weitere Informationen:
bk.admin.chevoting-info.ch
Service public digital
E-Voting steht exemplarisch für den digitalen Service public der Post. Als verlässliche Partnerin von Bund und Kantonen übersetzt sie Schweizer Werte ins Digitale und sorgt dafür, dass demokratische Prozesse auch im digitalen Raum sicher, zugänglich und vertrauenswürdig bleiben.
Mit Angeboten wie E-Voting oder dem Elektronischen Patientendossier (EPD) schafft die Post neue, sichere Zugänge zu zentralen gesellschaftlichen Dienstleistungen. Ziel ist es, digitale Lösungen so zu gestalten, dass sie die bestehende Infrastruktur sinnvoll ergänzen – transparent, inklusiv und sicher. So bleibt die Post auch im digitalen Zeitalter eine tragende Säule des Service public in der Schweiz.