Netzentwicklung
Gemeinsam für das Postnetz der Zukunft
Seit 2010 sind die Geschäfte am Postschalter um rund die Hälfte zurückgegangen. Um auch in einer digitalisierten Welt persönliche Beratung und direkten Kontakt zu ermöglichen, sucht die Post gemeinsam mit Gemeinden, Partnern und weiteren Beteiligten nach zukunftsfähigen Lösungen vor Ort.
Wie solche zukunftsfähigen Lösungen aussehen können, zeigt Le Pont am Lac de Joux. Rund um den See wirken traditionelle Uhrenmanufakturen, Gäste kommen zum Fischen, Segeln oder Wandern. Was Einheimische und Besucherinnen und Besucher verbindet: Sie nutzen klassische Schalterangebote immer seltener – ob bei der Post oder im regionalen Tourismusbüro. Ein Dilemma, das im Vallée du Joux zu einer interdisziplinären Lösung führte: Gemeinde, Tourismusorganisation und Post entwickelten zusammen ein Modell, das für die ganze Region funktioniert. Der regionale Tourismus übernahm das Postbüro in Le Pont und baute die ehemaligen Schalter- und Lagerräume um – offen, hell und mit direktem Blick auf den See. Heute ist in Le Pont eine sogenannte Filiale mit Partner, die beide Welten bedient: Sie verbindet Postdienstleistungen mit touristischen Angeboten. Darüber hinaus ist die Filiale auch eine Boutique, ein Pop-up-Store und ein Ort für Begegnungen, der mit deutlich längeren Öffnungszeiten Touristinnen und Postkunden überzeugt.

Das Besondere an Le Pont: Die Initiative kam nicht von der Post, sondern aus der Region.
Für einen ausgewogenen Mix aus verschiedenen Kontaktpunkten
Schweizweit gibt es inzwischen über 1200 Filialen mit Partner, die in Dorfläden, Bäckereien oder Gemeindeverwaltungen integriert sind. Sie sind ein wichtiger Pfeiler der Poststrategie. Gemeinsam mit den eigenbetriebenen Filialen stellen sie sicher, dass die Post ihre Dienstleistungen flächendeckend in der ganzen Schweiz anbieten kann. Dieses dichte Netz an physischen Kontaktpunkten sorgt dafür, dass die Post bei Menschen und Unternehmen in der Schweiz relevant bleibt. Deshalb investiert die Post dort, wo sie gebraucht wird und ihren Kundinnen und Kunden den grössten Nutzen bietet. Das geschieht mit Augenmass und im engen Austausch mit den Beteiligten vor Ort. Ziel ist ein ausgewogener Mix aus verschiedenen Zugangspunkten – von eigenbetriebenen Filialen über Filialen mit Partner und den Hausservice bis hin zu digitalen Angeboten.
Online ist das neue Normal
Mit der Weiterentwicklung des Postnetzes investiert die Post auch in die Modernisierung der eigenen Filialen und in neue Formate und Technologien. Denn die Digitalisierung verändert auch die Art und Weise, wie Kundinnen und Kunden heute Geschäfte erledigen. Onlineangebote sind zur Normalität geworden. Eines der neuen Formate für eine gezielte Bearbeitung von Kundenanliegen ist die Videoberatung, bei der sich Kundinnen und Kunden per Videocall von Post-Mitarbeitenden beraten lassen. Die Post testet diese Art der Beratung in ausgewählten Filialen, Filialen mit Partner und neu auch bei ausgewählten My Post 24-Automaten. Zu Spitzenzeiten in den Filialen können die Videoschalter dazu beitragen, die Wartezeiten abzufedern und das Kundenerlebnis zu verbessern.
So entwickelt die Post ihr Netz weiter – kundennah, flexibel und abgestimmt auf die Bedürfnisse von heute und morgen.

Das Postnetz auf einen Blick
- Die Post bietet auch künftig ein dichtes Netz an bedienten Zugangspunkten an. Bis mindestens Ende 2028 soll das Filialnetz aus rund 600 eigenbetriebenen Filialen und rund 1200 Filialen mit Partner bestehen. Ergänzend setzt die Post auf den Hausservice, um die Grundversorgung sicherzustellen.
- Die Weiterentwicklung des Netzes an Zugangspunkten ist ein zentrales Element der Konzernstrategie.
- Die Post verbindet physische Präsenz mit digitalen Angeboten und hybriden Beratungsformaten, um Kundinnen und Kunden dort abzuholen, wo sie ihre Geschäfte erledigen.
- Durch die Öffnung der eigenbetriebenen Standorte für Dienstleistungsanbieter und Behörden entstehen gemeinsame Anlaufstellen, die die regionale Präsenz stärken.