Digitalisierung
Die Post stellt Briefe jetzt auch digital zu
Kundinnen und Kunden können jetzt entscheiden, ob sie ihre Briefe klassisch im Briefkasten oder digital in der Post-App empfangen möchten. Der digitale Brief ist neu Teil der postalischen Grundversorgung und bringt das Briefgeheimnis sicher in die digitale Welt.
Egal ob auf dem Sofa, in den Ferien oder im Zug - der digitale Brief kann immer und überall empfangen und versendet werden. Er ist dabei kein Ersatz für den physischen Brief, sondern eine Ergänzung, die das Beste aus zwei Welten verbindet: Der digitale Brief ist sicher und verbindlich wie der klassische Brief und bietet gleichzeitig die Geschwindigkeit und Bequemlichkeit digitaler Kommunikation. Für den Versand und Empfang von digitalen Briefen stellt die Post eine sichere Infrastruktur bereit. Privatkundinnen nutzen dafür die Post-App, Geschäftskunden können Briefe direkt über ihre Geschäftssoftware verschicken und empfangen.
So funktioniert der digitale Brief
Der digitale Brief lässt sich ganz einfach nutzen: Der Absender schreibt seinen Brief auf dem Computer oder Smartphone, lädt ihn in der Post-App hoch und gibt dabei die Postadresse der Empfängerin an. Nun wird der Brief digital übermittelt oder ausgedruckt, verpackt und physisch verschickt, je nach Wunsch des Empfängers. In digitaler Form wird der Brief unmittelbar zugestellt. Entscheidet sich der Empfänger für die Papierversion, stellt die Post den Brief am nächsten Tag (A-Post) oder nach zwei bis drei Tagen (B-Post) zu.
Informationen jederzeit geschützt
Mit dem neuen Angebot überführt die Post das Briefgeheimnis in die digitale Welt und erfüllt dabei höchste Anforderungen an Datenschutz und Rechtssicherheit. Absenderin und Empfänger sind verifiziert, ein digitales Siegel garantiert die Echtheit des Schreibens, ein qualifizierter Zeitstempel dokumentiert den Annahmezeitpunkt, und Empfangsbestätigungen sorgen für Transparenz. Damit ist der digitale Brief viel mehr als eine E-Mail und verhindert Betrug, der in der digitalen Kommunikation eine Herausforderung ist. Kundinnen und Kunden können sich darauf verlassen, dass ihre Informationen geschützt bleiben, egal ob sie sich für die physische oder für die digitale Zustellung entscheiden.
Digitaler Brief in der Grundversorgung verankert
Schon heute verschicken Kundinnen und Kunden ihre Briefe digital: Rund 11 000 Geschäftskunden und 360 000 Privatkundinnen nutzen die digitale Post. 4,5 Millionen Sendungen hat die Post im vergangenen Jahr mit ihrem hybriden Zustellsystem transportiert. Seit dem Entscheid des Bundesrats im Dezember 2025 gehört der digitale Brief zur gesetzlichen Grundversorgung. Bisher umfasste sie nur den Transport physischer Briefe, Pakete, Zeitungen sowie Finanzdienstleistungen. «Wir gehen damit mit der Zeit», ist Konzernleiter Pascal Grieder überzeugt, «unsere Kundinnen und Kunden haben Anrecht auf einen zeitgemässen Service public, der auch den sicheren Transport von digitalen Informationen umfasst.» Mit der Modernisierung ihres Grundversorgungsauftrags kann die Post dem heutigen Stellenwert der digitalen Kommunikation noch besser Rechnung tragen und so für alle Kundinnen und Kunden das passende Angebot bereitstellen.