Digitalisierung
Schritt für Schritt in ein digitales Gesundheitswesen
Im Herbst 2025 hat der Bundesrat seine Absicht bekannt gegeben, das elektronische Patientendossier (EPD) bis 2030 zum elektronischen Gesundheitsdossier (E-GD) weiterzuentwickeln. Damit sollen die Grundlagen für eine umfassendere digitale Vernetzung im Gesundheitswesen geschaffen werden. Die Post unterstützt diesen Prozess und bringt ihre Erfahrung als langjährige und grösste EPD-Anbieterin ein. Bis zur Einführung des E-GD bleibt das EPD zentral für die Digitalisierung im Gesundheitswesen.
Ein digitalisiertes Gesundheitswesen gehört zu einer modernen und vernetzten Schweiz. Die Post ist die grösste EPD-Anbieterin im Land. Über 112 000 Patientendossiers laufen über ihre Plattform, die sie den EPD-Betreibern, den sogenannten Stammgemeinschaften, zur Verfügung stellt. Über ihre Konzerngesellschaft Post Sanela Health AG betreibt die Post eine eigene Stammgemeinschaft, die in 22 Kantonen und allen Sprachregionen tätig ist. Sie zählt über 65 000 eröffnete Dossiers und arbeitet mit rund 1500 Gesundheitseinrichtungen zusammen. Die Post entwickelt das EPD gezielt weiter und führt dazu eine neue benutzerfreundlichere Plattform, die die Integration neuer Services, etwa für Rezepte oder die Dosierung von Medikamenten erleichtert. Auch für die privaten Nutzerinnen und Nutzer wird die Bedienung einfacher.
Automatisierung bringt Entlastung
Zahlreiche Spitäler, medizinische Fachpersonen und Privatpersonen nutzen das EPD bereits heute im Alltag. Die Gesundheitseinrichtungen profitieren von automatisierten Prozessen, die Abläufe vereinfachen und den Klinikalltag deutlich erleichtern. Der direkte Zugriff auf Patientendokumente wie Untersuchungsergebnisse spart viel Zeit, die früher für das umständliche Einholen bei verschiedenen Stellen nötig war. Zudem lassen sich die Dokumente aus dem EPD einfach in das klinikeigene System integrieren.
Neue Vorschläge aus der Politik
Die digitale Transformation ist der Schlüssel zu einem effizienteren Gesundheitswesen und einer besseren Versorgung. Im November 2025 hat der Bundesrat mit dem Gesetz über das elektronische Gesundheitsdossier (E-GD) neue Rahmenbedingungen vorgeschlagen: Künftig sollen alle Personen mit Wohnsitz in der Schweiz automatisch ein elektronisches Patientendossier erhalten und alle Gesundheitseinrichtungen daran angeschlossen sein. Der Bund plant eine zentrale Plattform, die alle relevanten Gesundheitsinformationen über alle Lebensphasen hinweg an einem Ort bündelt. Die Post unterstützt dieses Vorhaben. Das E-GD schafft die Basis für ein einheitliches und effizientes System zur Verwaltung digitaler Gesundheitsdaten. Nur wenn alle Beteiligten dieselbe Lösung nutzen, kann die Digitalisierung Fahrt aufnehmen und ihre volle Wirkung entfalten.
Als Universitätsklinik stellen wir unsere Patientinnen und Patienten in den Mittelpunkt. Dazu gehört, dass sie einfach und sicher auf ihre digitalen Gesundheitsdaten zugreifen können, wie dies über das EPD möglich ist.
In der Übergangphase unverzichtbar
Der Bundesrat plant die Einführung des E-GD ab 2030. In der Übergangsphase ist Zusammenarbeit entscheidend, damit der digitale Fortschritt nicht ins Stocken gerät. EPDs können weiterhin eröffnet und vollumfänglich genutzt werden, bestehende Dossiers werden später ins E-GD überführt. Bis das neue System verfügbar ist, bleibt das EPD unverzichtbar. So lassen sich digitale Fortschritte sichern und die Investitionen von Gesundheitseinrichtungen, Kantonen und Systemanbietern schützen.

Welchen Vorteil bietet das EPD im Alltag?
- Jederzeit verfügbar: wichtige medizinische Informationen digital verfügbar
- Volle Kontrolle: Dokumente wie Spitalaustrittsberichte oder Befunde gezielt mit Fachpersonen teilen
- Einfache Eröffnung: digitales Self-Onboarding der Post, schweizweit nutzbar
- Mobil nutzbar: Gesundheitsdokumente auch unterwegs einscannen, hochladen und ab Mai 2026 über die Post-App abrufen
- Hohe Sicherheit: Gesundheitsdaten sind sicher, datenschutzkonform und ausschliesslich in der Schweiz gespeichert