Logistik 

Schnell, flexibel, kundenzentriert: Die Post sichert den Versand in die USA

Wenn sich Rahmenbedingungen abrupt ändern, zeigt sich, wie kundenzentriert und flexibel ein Unternehmen wirklich ist. Die Post reagiert schnell, kommuniziert transparent und entwickelt pragmatische Lösungen. Der Umgang mit den verschärften US-Zollbestimmungen zeigt dies exemplarisch.

Die plötzliche Verschärfung der US-Zollbestimmungen Ende August 2025 veränderte die Rahmenbedingungen für den internationalen Postversand in die USA grundlegend. Mit der Aufhebung der Freigrenze von 800 Dollar und der Einführung der Pflicht zur Vorabverzollung jeder einzelnen Warensendung musste die Post den Versand von Warensendungen im internationalen Postkanal vorübergehend aussetzen.

Mit einer raschen und innovativen Massnahme bewies die Post ihre Rolle als verlässliche Logistikpartnerin der Schweizer Wirtschaft. Sie leistete einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung internationaler Warenströme und war eine der ersten Postgesellschaften weltweit, die nach der Einführung der neuen US-Zollbestimmungen die Grundver-sorgung für Geschäftskunden wiederherstellen konnte.

Die Lösung im Detail

Kundinnen und Kunden wünschten, möglichst rasch Klarheit und verlässliche Alternativen zu erhalten. Die Post prüfte umgehend, welche Sendungsarten weiterhin möglich waren. Dokumentensendungen wie behördliche Briefe und Urkunden sowie Expresssendungen über URGENT Express International (in Zusammenarbeit mit FedEx Express Swiss Post GmbH) konnten jederzeit in die USA verschickt werden. Geschenksendungen von Privatpersonen an Privatpersonen bis zu einem Warenwert von 100 Dollar waren nur wenige Tage vom Annahmestopp betroffen. Dank zügig umgesetzten technischen und operativen Massnahmen konnte die Post diesen Versandweg rasch wieder anbieten. Sie informierte ihre Kundinnen und Kunden laufend über verfügbare Optionen.

Marina Bartetzko, Leiterin International Mail & Parcels

Wir reagierten schnell und ermöglichten verlässliche internationale Lösungen für die Schweizer Wirtschaft.

Marina BartetzkoLeiterin International Mail & Parcels

Enger Austausch mit internationalen Partnern

Weiter arbeitete die Post daran, für den klassischen Postkanal möglichst schnell eine dauerhafte Lösung zu schaffen. In engem Austausch mit nationalen Behörden wie dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK, dem Bundesamt für Kommunikation BAKOM und der Eidgenössischen Postkommission PostCom sowie internationalen Branchenverbänden und europäischen Postgesellschaften erarbeitete die Post eine gesetzeskonforme und praktikable Verzollungslösung. Die internationale Vernetzung der Post und das agile Vorgehen des internationalen Logistik-Teams waren entscheidend, um für die neuen Anforderungen effizient Lösungen umzusetzen.

Innovative Versandlösung für Geschäftskunden

Bereits nach vier Wochen machte die Lösung «Postal Delivered Duty Paid» (PDDP) den Versand von Warensendungen für Geschäftskunden wieder möglich. Das PDDP-Verfahren sieht vor, dass alle Waren bis zu einem Wert von 800 Dollar vorab verzollt und sämtliche Einfuhrabgaben vom Absender beglichen werden. Während früher die Empfänger diese Gebühren bei Erhalt bezahlen mussten, wickelt nun die Post im Auftrag ihrer Geschäftskunden die Verzollung komplett ab. Die Kunden können ihre Sendungen wie gewohnt über den Onlinedienst der Post vorbereiten und aufgeben; Zölle und Abfertigungsgebühren werden ihnen auf der Monatsrechnung belastet.

Diese Lösung kann seit dem 22. September 2025 bei «PostPac International» und «Kleinwaren International» genutzt werden und richtet sich insbesondere an Onlinehändler, die ihren Kunden eine transparente Lieferung ohne nachträgliche Kosten bieten möchten.

Die Fakten zum Annahmestopp für den Versand in die USA